Wie machen wir den Verkehr besser?

Gerade das Versuchsprojekt Ottensen macht Platz hat es gezeigt: Der Verkehrsraum muss neu aufgeteilt werden. Die Übergänge sollen fließend sein. Das zeigte ein kleines Beteiligungsformat, das ich mit unserer AG Fußverkehr im Januar 2018 durchgeführt habe. Dieses Beteiligungsformat habe ich 2018 mit der von mir gegründeten AG Fußverkehr organisiert: In einer Präsenzveranstaltung markierten Anwohner*innen auf Karten die Orte, an denen sie sich mehr Platz zum Gehen, sichere Querungen, Sitzgelegenheiten und Begrünung wünschten. Viele dieser Punkte finden sich heute in den Planungen und Maßnahmen von „Ottensen macht Platz“ und „freiRaum Ottensen – Das autoarme Quartier“ wieder.

Auch das Projekt Ottensen macht Platz, das vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg und urbanista durchgeführt wurde, zeigte auf, dass die Menschen im Stadtteil sich mehr Platz für den Fußverkehr und schöne Aufenthaltsmöglichkeiten und Bepflanzungen wünschen. Aus diesem Pilotprojekt ist inzwischen das Verstetigungsprojekt freiRaum Ottensen – Das autoarme Quartier hervorgegangen, das den ruhenden und fließenden Kfz-Verkehr dauerhaft reduzieren und mehr Raum zum Leben schaffen soll.

Auf dem Foto auf dieser Seite bin ich gemeinsam mit Stefanie von Berg, Eva Botzenhardt, Tim Schmuckall und Sve Hielscher zu sehen – stellvertretend für die vielen Menschen, die sich früh für ein fußgängerfreundliches, autoarmes Ottensen eingesetzt haben.

Dasselbe Bedürfnis haben auch die Bewohner*innen anderer Stadtteile. In Lurup beispielsweise hat sich eine AG Lebendiges Zentrum Lurup zusammengefunden, die sich mit dem Bezirksamt im Austausch befindet, um am Lurup Center mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und dem Platz an der Kreuzung sowie hinter dem Center auf der Fläche des Wochenmarktes und drum herum mehr Leben einzuhauchen. Einen Mitmachgarten hatte das Lukas Suchthilfezentrum beispielsweise vorgeschlagen.

Meine Aufgabe als Politiker im Bezirk ist es, den Menschen die Möglichkeiten der Beteiligung aufzuzeigen und sie in ihren Anliegen zu unterstützen. Dabei kann eine Eingabe in einen Ausschuss sinnvoll sein oder ein Beteiligungsformat im Stadtteilforum, wie es das Luruper Forum schon häufig durchgeführt hat. Das Bezirksamt ist mit Vertreter*innen auch häufig im Austausch mit dem Forum und dessen Arbeitsgemeinschaften. Diese Verbindungen zu unterstützen und politische Mehrheiten für Anliegen zu bilden, die ich oder unsere Fraktion unterstützen, macht mir sehr viel Freude.

Gelegentlich gibt es auch mal Ideen oder Wünsche in den Stadtteilen, die sich nicht umsetzen lassen oder nicht mit unseren Zielen für ein klimagerechtes Zusammenleben und die Mobilitätswende übereinstimmen oder einfach nicht von der großen Mehrheit der Bewohner*innen unterstützt werden. Hier gilt es zu erläutern, wo das Problem liegt, und Brücken zu Alternativen zu bauen. Die Verbindung der Menschen trotz verschiedener Haltungen ist mir ein wichtiges Anliegen, um Spaltungen im Stadtteil zu vermeiden. Der soziale Zusammenhalt in unseren Quartieren ist der Schlüssel für eine gute Lebensqualität.

(aktualisiert wegen toter und neuer Links am 6.4.2026, LB )