In der Bernstorffstraße 117 / Thadenstraße 102 in Altona steht ein Hof, der über 40 Jahre hinweg zu etwas Besonderem gewachsen ist: ein lebendiges Geflecht aus Wohnen, Handwerk, Kunst und Nachbarschaft. Hier arbeiten Tischler*innen neben Musiker*innen, Filmleute neben Dachdecker*innen – und über 100 Menschen haben sich einen Ort geschaffen, der weit mehr ist als die Summe seiner Gebäude.
Als das historische Ensemble plötzlich an Investoren verkauft wurde, war klar: Diese gewachsene Vielfalt ist akut gefährdet. Doch statt aufzugeben, gründete die Gemeinschaft den Verein Viva la Bernie, um den Hof zurückzukaufen und dauerhaft in gemeinwohlorientiertes Eigentum zu überführen – gemeinsam mit der Lawaetz-Stiftung und getragen von der Idee einer genossenschaftlichen, nachhaltigen Zukunft.
Viva la Bernie hat längst Strahlkraft im Viertel: Der Hof schafft Arbeitsplätze, vernetzt die lokale Kreativszene, und half unter anderem beim Wiederaufbau des „Golden Pudel Clubs“. Kein Wunder also, dass die Unterstützung groß ist – von Kulturschaffenden, der Handwerkskammer und dem Bezirksamt Altona.
Auch die Grünen Altona sprechen klare Unterstützung aus
Politisch bekommt das Projekt nun deutliche Rückendeckung. Die Mitglieder von den Grünen Altona haben auf meinen Antrag hin einen Beschluss gefasst, der Viva la Bernie explizit stärkt:
1. Unterstützung für Viva la Bernie
Die Grünen bekennen sich klar zum Verein und seinem Engagement für einen gemeinschaftlichen, sozialen und nachhaltigen Wohn- und Gewerbehof in Altona.
2. Förderung gemeinwohlorientierter Projekte
Grundsätzlich soll alles unterstützt werden, was den Stadtteil sozial, kulturell und ökologisch bereichert – Projekte wie Viva la Bernie sind dafür beispielgebend.
3. Politischer Einsatz für Finanzierungsmöglichkeiten
Die grüne Bezirksfraktion und Mandatsträger*innen auf Bezirks- und Landesebene sollen sich dafür einsetzen, dass Projekte wie Viva la Bernie über geeignete Instrumente – etwa Bürgschaften der städtischen IFB – leichter Grundstücke erwerben können.
4. Prüfung langfristiger Strukturen
Es soll untersucht werden, wie gemeinwohlorientierte Initiativen und klein-genossenschaftliche Baugemeinschaften systematisch beim Zugang zu Flächen, Gebäuden und Finanzierung unterstützt werden können.
Warum das wichtig ist
Viva la Bernie steht für ein Modell, das Stadtentwicklung anders denkt: selbstverwaltet, gemeinwohlorientiert und generationsübergreifend. Projekte wie dieses sind zentrale Bausteine für eine soziale und vielfältige Stadt. Die Grünen setzen sich daher für eine Bodenpolitik ein, die dem schnellen Profit Alternativen entgegensetzt – und Menschen stärkt, die ihre Stadt wirklich mitgestalten wollen.
Kurz: Viva la Bernie zeigt, wie Zukunft im Quartier aussehen kann. Und jetzt wächst der politische Rückhalt dafür.

(Foto: Viva la Bernie e.V.)
